Handlung:

Sandy, Mitte dreißig, dunkelhäutig und Witwe, zieht mit ihrem achtjährigen Sohn Joey in die Heimat ihres Mannes. Dort werden beide von ihrem verbitterten Nachbarn nicht gerade nett empfangen. Er mag keine Menschen und dunkelhäutige schon mal gar nicht. Einzig allein die gutmütige Krämer Frau Old Martha, empfängt die beiden mit offenen Armen in Swake Valley. Als Sandys Sohn Joey in einem Schneesturm in Gefahr gerät, lernt Sandy auch Marthas Sohn Kevin kennen und verliebt sich in ihn. Schnell erkennt Sandy, dass es bei den Bewohnern dieser kleinen verschneiten Stadt einige Geheimnisse und Gerüchte gibt. So, wie über den in einer Hütte im Wald lebenden, wirren Sam, der Frau und Kind umgebracht haben soll und Joey für seinen Sohn hält. Aber auch Old Martha trägt eine schwere Last mit sich herum.

Bald merken die Einwohner von Swake Valley, dass der kleine Joey etwas ganz Besonderes ist ,der in Swake Valley einige Wunder vollbringen wird. Doch dann, kurz vor Weihnachten, erkrankt Joey schwer und braucht selbst ein Wunder. 

Autorin Christine Bouzrou ist es auf wunderbare Weise gelungen ,Spannung, Romantik und Dramatik zu verbinden und damit den Leser mitzunehmen, auf eine Reise voller großer Gefühle. Passend zur baldigen Vorweihnachtszeit, wird dieses kleine Buch uns daran erinnern, was im Leben wichtig ist und zählt. Es erzählt über Vorurteile, Liebe, Reue und Vergebung und den Wundern die geschehen, wenn Menschen sich plötzlich mit ganz anderen Augen sehen. Wer seiner Seele etwas Gutes tun will, der macht sich auf den Weg nach Swake Valley und erlebt mit dem kleinen Joey das Wunder der Weihnacht. Eine wunderschöne Geschichte, die gerade in den Wintermonaten etwas Licht ins Dunkel bringt.  G.D.

 

"Das Thema Rassismus und Vorurteile und auch 
das Verzeihen finde ich übrigens ganz großartig, weil es immer aktuell ist und man die Leser nie genug sensibilisieren kann! Und gerade Verzeihen passt super zu Weihnachten. Wie Joey schon sagte: Niemand soll alleine sein zu Weihnachten. Diese Geschichte ist wundervoll! 
Ich habe viel mit gelitten, aber mich auch sehr gefreut für alle. Joey - unser Held!" 

(Katrin Gönnewig/Korrektorin)

 

 


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Im epub Format bitte bei mir anfragen unter Presse@autorin-christine.bouzrou.de






 

 

 

 

Ausschnitt:

Müssen die da draußen so einen Krach machen mit dieser Knallerei? Furchtbar! John hatte vom Fenster aus gesehen, wie Kevin und Sandy mit den Gewehren hinter dem Haus verschwanden. Diese Beiden wird man wohl die nächste Zeit öfter zusammen sehen, dachte Darcy, ohne so richtig zu wissen, wieso er das dachte. Er ging zurück zum Küchentisch, griff wieder zu seinem Stück Holz und dem Schnitzmesser, um seine angefangene Arbeit zu Ende zu führen. Nach und nach formte sich aus dem Stück Holz ein Eichhörnchen, das zwischen seinen Pfoten eine Nuss hielt. Als Jacky noch lebte, hatte er viel mehr dieser Figuren geschnitzt. Tiere, Menschen Figuren, Madonnen. Einmal hat er für die Gemeinde sogar ein paar neue Krippen Figuren für die Kirche hergestellt.  Wie gerne hätte er dieses Handwerk an einen Sohn oder Enkel weiter gegeben, aber wie schon erwähnt, Kinder waren ihm und Jacky ja nicht vergönnt gewesen. Und irgendwann mochte er Kinder gar nicht mehr. Ach was, er mochte niemanden mehr. Noch nicht einmal sich selber. 

Manchmal schaute er sich im Spiegel an, erschrak und sprach zu sich selber:"Darcy, was bist du nur für ein verbitterter griesgrämiger alter Mann geworden!" Oja, er wusste selber, dass er nicht mehr der Alte war, der Mensch in den sich Jacky damals verliebte. Aber die Depression und Melancholie die ihn umgab, war nun einmal stärker. „Mr. Darcy, sind sie da?„ hörte er plötzlich die Stimme des Jungen der neuen Nachbarn und gleich darauf klopfte es auch schon an der Tür. Seufzend legte Darcy seine Arbeit auf den Tisch. Was will der denn nun schon wieder, dachte John und ging mürrisch zur Tür. Er mochte es nicht aufgehalten zu werden! Er riss die Tür auf und schaute auf den Jungen, der, wie unschwer zu erkennen war, sich in Eile angezogen haben musste. Die Mütze saß schief auf seinem kleinen Kopf, der Schal hing halb auf dem Boden und auf einer Seite waren die Boots nicht richtig zu gebunden. "Hallo Mr.Darcy.″ grinste er diesen nun an mit einem Lächeln, das einen Eisberg zum Schmelzen bringen musste. Allerdings nicht den alten Darcy. "Was willst du schon wieder?" donnerte er los und Joey zuckte kurz zusammen. Doch dann fasste er allen Mut zusammen und schaute dem alten Mann offen in seine Augen. "Ich möchte ihnen ein Geschenk machen, Mr. Darcy." kam es nun freudig aus Joeys Mund. 

Darcy jedoch, schaute gar nicht so freundlich. Unwirsch schob er den Jungen zur Seite, der ihm nun einen weißen Umschlag mit einer schief darauf geklebten roten Schleife reichte. "Mach, dass du wegkommst!″ fuhr Darcy nun den erschrockenen Jungen an, der enttäuscht davon rannte und dabei liefen ihm die Tränen über das Gesicht. Er hatte es doch nur gut gemeint. Joey merkte nicht, dass er beim abrupten Umdrehen den Umschlag fallen ließ. Darcy bückte sich stöhnend, hob ihn auf und wollte ihn später ins Feuer werfen. Ein Geschenk. Er brauchte keine Geschenke! Er setzte sich wieder und legte den Umschlag erst mal auf den Tisch. Dann griff er wieder zu dem Eichhörnchen und vergaß ihn. Fünfzehn Minuten später kochte sich Darcy einen Kaffee, griff zur Plätzchen Büchse, stellte sie auf den Tisch, griff aber dann, anstatt zu den Plätzchen, zu einer Zigarette. Sein Blick fiel nun auf den Umschlag. So ein Blödsinn, ein Geschenk! Pah! Brauchte er nicht! 

Doch während er zu dem Umschlag griff und ihn Gedankenverloren hin und her drehte, erwachte die Neugierde ihn ihm. Seufzend legte er seine Zigarette in den Aschenbecher, griff zu seinem Schnitzmesser und öffnete mit Diesem den Umschlag. Schauen kann man ja mal, entschuldigte er dabei sein Handeln vor sich selber. Langsam zog er ein zusammen gefaltetes Stück Papier aus dem Umschlag, auf dem weihnachtliche Sticker zu sehen waren. Ohne zu überlegen, falteten nun seine alten Hände das Papier auseinander. 

 

 

                                                                                 

Auschnitt:

Dabei sprach er beruhigend auf ihn ein."Alles gut mein Junge, gleich wird es dir besser gehen." Joey warf  seinen verschwitzten Kopf hin und her und fing an zu  fantasieren.  "Sam," rief er," warte auf mich. Gehe noch nicht! Poppy,Poppy, wo sind die Eichhörnchen hin?" Kurz zuckte er  zusammen, als Kevin die Nadel in seine Vene stach und ihm das krampflösende Mittel injizierte. Abermals strich er über Joey's Kopf."Psst, mein Junge. Alles wird gut." Er hob Joey nun auf und brachte ihn in sein Zimmer zurück, wo er ihn sanft auf sein Bett gleiten ließ. Sandy und John waren ihm gefolgt und Sandy setzte sich zu ihm auf den Bettrand. Leise liefen ihr die Tränen über ihre Wangen. Gott durfte nicht so ungerecht sein! Er durfte ihr nach Brian nicht auch noch den Jungen weg nehmen. Das Mittel welches Kevin Joey gespritzt hatte, schlug bald schon an. Langsam entkrampfte sich der Junge und schlief danach ruhig atmend ein. Sandy strich leicht über seine Kinder Wange."Schlaf mein Liebling, ruhe dich aus." Sie gab ihm noch einen Kuss  auf die Stirn, holte das alte Baby Phone aus dem Schrank und stellte es neben Joey ans Bett."Zur Vorsicht." meinte sie zu Kevin, dann löschten sie das Licht und verließen erschöpft das Kinderzimmer.Kevin legte beim Hinausgehen seinen Arm um Sandy und diese dachte, wie gut es ist, mit einem Arzt verlobt zu sein. Sie wüsste nicht was sie ohne Kevin gemacht hätte, wahrscheinlich wäre sie vollends durchgedreht. John, den das alles ziemlich mitgenommen hatte, verabschiedete sich nun und er machte sich müde auf den kurzen Weg nach Hause. Was für ein Tag! Langsam stampfte er durch den festen Schnee und sog die eisige Nachtluft ein. Von weitem erschien ihn sein weihnachtlich erleuchtetes Haus wie blanker Hohn.Was sollte das für ein Weihnachten werden, wenn der Junge ernsthaft erkrankt sein sollte? Er legte den Kopf in den Nacken und schaute in den glasklaren Sternenhimmel hinauf."Bitte Jacky,"sprach er und wischte sich eine Träne von den Augen,"bitte sag denen da oben, dass wir diesen Jungen noch brauchen."